Ökologische und nachhaltige Stadtplanung!
Leider müssen in vielen Kommunen Grünflächen und Biotope, die für viele Tier- und Pflanzenarten lebensnotwendig sind, Bürogebäuden und Großprojekten weichen – ökologische Aspekte werden dabei meist vernachlässigt. Häufig wird auf Kosten einer dezentralen Versorgung ein großes Einkaufszentrum auf der „grünen Wiese“ geschaffen, während viele Innenstädte zu Gunsten solcher Zentren aussterben. Die GRÜNE JUGEND NRW fordert vernünftige stadtplanerische Konzepte, die wohnortnahe Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs sicherstellen. Ähnlich sieht es bei der Planung von „Leuchtturmprojekten“ in anderen Bereichen aus: Wie bei der Schaffung von Freizeitmöglichkeiten, Gesundheitsdiensten, Bildungs- oder Kultureinrichtungen. Auch hier muss ein langfristig bindendes und ökologisches Konzept der kurzfristigen Realisierung von Projekten weichen.
Die Planung von Wohnraum wird oft inflationär betrieben. Auf der einen Seite gibt es große Leerstände an nicht so attraktiven Standorten und/oder Wohnbebauungen, die größtenteils der Verwitterung überlassen werden, da sich viele Kommunen nicht einmal den Abriss leisten können oder wollen, während auf der anderen Seite immer mehr neue Baugebiete als Wohngebiete ausgewiesen werden. Der Gentrifizierung ganzer Stadtteile muss durch eine kluge Stadtentwicklungspolitik entgegengewirkt werden, um allen eine gleichwertige Lebens- und Wohnqualität zu gewährleisten und einer Stigmatisierung entgegenzuwirken. Wenn möglich sollen die städtischen Räume nach dem Shared Space Prinzip gestaltet und umdeklariert werden, damit die Dominanz des motorisierten Individualverkehrs gebrochen und die Rücksichtnahme aufeinander verbessert werden und die BürgerInnen ihren Lebensraum zurückerobern können
