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    Kulturelle Vielfalt anerkennen und stärken!

    Ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ist wesentliches Ziel grüner Kommunalpolitik. Wir wollen die Teilhabe und Mitbestimmung von MigrantInnen in Politik, Verwaltung und Gesellschaft stärken. Die GRÜNE JUGEND NRW fordert die Kommunen auf, Integrationskonzepte zu entwickeln mit dem Ziel, dass wirksame Angebote zur Integration von Zugewanderten entstehen. Die Erstellung und Weiterentwicklung dieser Konzeptionen erfordert die Stelle einer/eines Integrationsbeauftragten.


    Der öffentliche Dienst braucht dringend Konzepte zur interkulturellen Öffnung, damit zukünftig mehr MigrantInnen in der Verwaltung, in der Polizei oder im Schuldienst zu finden sind. Dabei muss es auch für Kommunen in der Haushaltssicherung  Wege geben dieses umzusetzen. Daneben spielt auch die interkulturelle Öffnung von kommunalen Sozialeinrichtungen gegenüber den Bedürfnissen von Menschen mit Migrationshintergrund eine große Rolle.
    Sprache und Bildung sind die Schlüssel zu Integration und Teilhabe. Die GRÜNE JUGEND NRW fordert einen Rechtsanspruch auf flächendeckende, kostenfreie, geschlechts- und altersspezifische Angebote von Sprach- und Integrationskursen. Zudem fordern wir die Kommunen auf, sich für Angebote zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund einzusetzen. Die RAA (Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) hat genau dies zu ihrer Aufgabe gemacht und wirkt in den drei Bereichen Elementarerziehung, Schule und beim Übergang von der Schule in den Beruf. Die RAA gibt es inzwischen an 27 Orten in NRW und muss weiter ausgebaut werden.


    In vielen Städten und Gemeinden NRWs bestehen bereits Ausländer- bzw. Integrationsbeiräte. Zu kritisieren ist aber die derzeitige Form, denn die Integrationsbeiräte haben lediglich eine beratende Funktion, können de facto aber nichts entscheiden. Als GRÜNE JUGEND NRW treten wir für ein Wahlrecht von Nicht-EU-BürgerInnen ein. Bis dieses jedoch eingeführt ist, sind Integrationsbeiräte die beste Möglichkeit die Interessen von Zugewanderten ohne EU-Staatsangehörigkeit zu berücksichtigen.


    Die GRÜNE JUGEND NRW setzt sich vor Ort dafür ein, dass Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus der Zugang zu Bildung und zu einer kostenlosen Gesundheitsversorgung gewährleistet wird. Die Kommunen sind dazu aufgerufen, die zahlreichen Flüchtlingshilfen und -initiativen vor Ort zu unterstützten. Gutscheinverfahren müssen überall abgeschafft werden. Ebenso sind Sonderunterbringungsformen von Flüchtlingen weder zeitgemäß noch notwendig. Wir fordern eine menschenwürdige Unterbringung!