Jugendangebote ausbauen – Freiräume schaffen!
Viele Städte haben in den letzten Jahren unter enormem Kostendruck den Fehler begangen, in der Kinder- und Jugendförderung stark zu kürzen. Jugendzentren wurden geschlossen, Angebote zurückgefahren. Dieser Trend muss aufhören, denn Jugendarbeit ist alles andere als Luxus. Die GRÜNE JUGEND NRW streitet nicht nur für den Erhalt der heutigen Förderung der offenen Kinder- und Jugendarbeit, sondern für deren Ausbau. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die Sanierung der vorhandenen Kinder- und Jugendeinrichtungen, die sich teils in einem kaum noch nutzbaren baulichen Zustand befinden. Außerdem müssen die Kommunen endlich Initiativen zur Neugründung selbstverwalteter Zentren unterstützen und Blockadehaltungen abbauen.
Wir wissen aber auch: Die Bedingungen haben sich verändert. Deshalb sind auch die Grundsätze der Förderung heutigen Bedingungen anzupassen. Wir wollen nicht mehr nur Verbände finanzieren, nicht mehr nur organisierten Kindern und Jugendlichen Zugang zu Fördermitteln geben, sondern auch und besonders selbstorganisierte Projekte und eigenes Engagement unterstützen. Hier sehen wir großes Potenzial für Innovation.
Autonome und selbstverwaltete Jugendzentren stellen für uns eine wichtige Säule der städtischen Jugendkultur dar. Es gilt hier, diese Zentren zu erhalten und zu unterstützen, ohne ihnen die Freiheit der Selbstorganisation zu nehmen.
Die GRÜNE JUGEND NRW findet: Die Stadt ist für alle da! In zu vielen Städten aber werden Kinder und Jugendliche systematisch aus dem öffentlichen Raum verdrängt. Diesem Trend stellen wir uns mit großer Kraft entgegen, denn er ist vor allem in den Profitinteressen und der zunehmenden Kommerzialisierung der Innenstädte begründet. Viele Städte versuchen zudem gezielt, junge Menschen der alternativen Szene aus Bereichen der Öffentlichkeit zu verdrängen, um diese Bereiche „aufzuwerten“. Die meisten Kinder und Jugendlichen sind eben nicht die zahlungskräftige Kundschaft, die sich viele erwarten.. Gerade unter den Bedingungen des demographischen Wandels gehören junge Leute ins Stadtbild, welche ausreichend innerstädtische Plätze für ihre Freizeitgestaltung benötigen.
Jugendschutz darf nicht zur Jugendgängelung werden. In vielen Städten nimmt der vermeintliche Schutz junger Menschen abstruse Formen an. Diese reichen von willkürlichem Einziehen der Ausweise bis hin zu präventiven Platzverweisen bei Großveranstaltungen. Wir halten dagegen und setzen uns für Selbstbestimmung ein!
