Frauen nach vorne!
Frauen- und Geschlechterpolitik sind Querschnittsthemen, die wir als GRÜNE JUGEND NRW in allen Themenbereichen mitdenken. Wir setzen uns für die Umsetzung der Chancengleichheit in sämtlichen Vorhaben der Verwaltung ein (Gender Mainstreaming). Darüber hinaus fordern wir, dass die kommunalen Haushalte mit dem Analyseinstrument „Gender Budgeting“ auf ihre Auswirkungen auf die Geschlechter geprüft werden. Ziel ist eine geschlechtergerechte Verteilung aller Ausgaben. Die städtischen Gleichstellungsbeauftragten müssen gestärkt und in alle Vorhaben der Verwaltung zum Thema Genderpolitik einbezogen werden. Damit Frauen zukünftig auch in Führungspositionen der Verwaltung stärker vertreten sind, sollen Mentoringprogramme für weibliche Nachwuchskräfte weiter ausgebaut werden.
Die Jobagenturen müssen verstärkt Maßnahmen für die Qualifizierung und Fortbildung von Frauen anbieten. Außerdem sollen Einrichtungen der Wirtschaftsförderung insbesondere Frauen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen. Bei allen Maßnahmen der Wirtschaftsförderung sind familienfreundliche Betriebe zu fördern. Es sollen Best-Practice-Beispiele für die Frauenförderung im Betrieb öffentlich vorgestellt und in die Unternehmensberatungen miteinbezogen werden. Für junge Frauen müssen Maßnahmen zur Ausweitung des Berufswahlspektrums für den Übergang von Schule zu Beruf verbessert werden.
Durchschnittlich jede vierte Frau wird in ihrem Leben Opfer von häuslicher Gewalt. Die Kommunen stehen als Trägerinnen und Unterstützerinnen von Frauenprojekten oder Schutzeinrichtungen für Frauen in der Verantwortung. In diesem Zusammenhang setzt sich die GRÜNE JUGEND NRW für eine dauerhafte finanzielle Absicherung der Frauenhäuser ein. Um den Frauenhausbewohnerinnen und ihren Kindern eine Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen, fordern wir die Bereitstellung von (Sozial-)Wohnungen oder die bevorzugte Vermittlung von bezahlbarem Wohnraum.
