Bildung vor Ort!
Das heutige Bildungssystem ist sozial ungerecht, denn es benachteiligt Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen und bildungsfernen Familien sowie Kinder mit Migrationshintergrund. Bildung ist aber eine Grundlage für eine umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die GRÜNE JUGEND NRW will das Bildungssystem grundsätzlich verändern, um Chancengleichheit herzustellen und Kinder optimal individuell fördern zu können. Dafür wollen wir auch die – wenn auch geringen – kommunalen Handlungsmöglichkeiten nutzen.
Kindertagesstätten sind die grundlegende und elementarste Stufe unseres Bildungssystems und somit mehr als nur Betreuungseinrichtungen. Sie sind Orte des spielenden Lernens und der Persönlichkeitsentfaltung. Diese müssen massiv ausgebaut werden und brauchen einen umfassenden Bildungsauftrag! Außerdem müssen sie mit mehr staatlich anerkannten ErzieherInnen ausgestattet werden. ErzieherInnen müssen entsprechend der Anforderungen höher entlohnt werden. Außerdem sollen männliche Erzieher verstärkt gefördert werden, weil es in Kitas und Offenen Ganztagsschulen an männlichen Bezugspersonen mangelt. Die GRÜNE JUGEND NRW befürwortet zudem den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab dem 1. Lebensjahr und fordert die Abschaffung der Kita-Beiträge!
Die GRÜNE JUGEND NRW setzt sich für den gemeinsamen Unterricht von SchülerInnen mit und ohne Behinderungen ein. In Grundschulen sollen weitere Integrationsklassen eingerichtet werden, die ihre Fortsetzung in der Sekundarstufe I finden müssen. Wir wollen erreichen, dass sich die Anzahl der Plätze für behinderte Kinder in Regelschulen bis 2014 verdoppelt. Entscheidend für das Gelingen der Integration ist, dass an den jeweiligen Schulen dem Förderbedarf der Kinder mit Behinderung voll entsprochen wird.
Zudem müssen den Kommunen mehr finanzielle Mittel im Bildungsbereich zur Verfügung gestellt werden, um kostenlose Mahlzeiten für alle SchülerInnen und entsprechende Gebäudevorkehrungen zu ermöglichen oder Betreuungs- und Förderungsangebote in den Pausen zu gewähren. Angesichts der Einführung des Ganztagsunterrichts an Gymnasien und des 12-jährigen Abiturs scheint dies nur notwendig und konsequent.
Eine „Schule für alle“ muss insbesondere auch sozial schwächere Familien finanziell entlasten. Lehrmaterialien und Schulbücher müssen darum für alle Kinder kostenfrei erhältlich sein. Ein flächendeckendes Bücher-Ausleihsysteme, wie das im Saarland beispielsweise existiert, sollte auch in NRW eingeführt werden.
Unser langfristiges Ziel ist es eine Gemeinschaftsschule für alle SchülerInnen zu schaffen!
Deshalb treten wir als GRÜNE JUGEND NRW dafür ein, dass die Kommunen auf Kooperation von Schulen und die Gründung von Gesamtschulen an Schulzentren eintreten. Auch Modellversuche des Landes könnten uns unserem Ziel, eine Schule für alle zu schaffen näher bringen.
